Hautkrebsprävention mit Spitzentechnologie Fotofinder

Sichere Hautkrebsprävention in der DKZ durch neuen digitalen Fotofinder

In der weltweiten Hautkrebsstatistik belegt die Schweiz hinter Australien und Neuseeland den dritten Platz. Grund genug also für uns alle, uns mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn gerade im Bereich der Früherkennung bietet der technische Fortschritt mittlerweile ein Höchstmass an Sicherheit für Patienten. Die Dermatologie Klinik Zürich arbeitet als eine der ersten Kliniken in der Schweiz mit dem neuen «Fotofinder Studio». Dr. med. Benjamin Miller über das Zusammenspiel von klassischer Dermatologie und technischer Visualisierung der Haut.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt einen stetigen Anstieg der Hautkrebsfälle. Sind Ihre Patienten hier ausreichend sensibilisiert?

Benjamin Miller: Es ist in der Tat so, dass die Patienten mittlerweile durch Hautkrebskampagnen und auch die verfügbaren Informationen im Internet besser informiert sind als früher. Heute nimmt man Veränderungen der eignen Haut kritischer wahr und achtet eher auf einen Lichtschutz an sonnigen Tagen. Das ist aus hautärztlicher Sicht natürlich eine gute Entwicklung.

Wenn die Aufklärung heute besser ist, wie ist dann der anhaltende Anstieg der Hautkrebsrate zu erklären?

Die wichtigste Ursache für den Hautkrebs stellt die UV-Strahlung dar. Bedingt durch unseren Lebensstil sind viele Menschen einer hohen UV-Belastung ausgesetzt. Gerade im Sommer oder im Urlaub halten wir uns immer noch zu lange und teilweise ungeschützt in der prallen Sonne auf. Ausserdem steigen mit der Lebenserwartung auch die Jahre, in denen wir der Sonne ausgesetzt sind. Entsprechende Langzeitschäden sind die Folge.

Wie wichtig ist die Früherkennung?

Neben einer konsequenten Prävention durch Vermeidung von UV-Strahlen ist die Vorsorgeuntersuchung das wichtigste Instrument zum Schutz vor Hautkrebs. Je früher man das Problem erkennt, umso einfacher ist oft die Behandlung. Um unseren Patienten dabei die bestmögliche Betreuung zu bieten, haben wir mit dem «Fotofinder Studio» das moderneste Gerät auf dem Markt angeschafft.

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Wie sieht die Unterstützung Ihrer Arbeit durch die neue Technologie aus?

Das Gerät liefert extrem detaillierte Aufnahmen von auffälligen Muttermalen oder anderen suspekten Stellen. Durch die digitalisierte Darstellung können diese dann bis ins kleinste Detail analysiert werden. Damit können wir unseren Patienten direkt am Bildschirm Erklärungen liefern und beurteilen, ob es sich um eine gutartige Läsion handelt. Zudem verfügt das Gerät über künstliche Intelligenz und unterstützt uns Hautärzte dadurch zusätzlich bei der Bewertung von Details.

Das heisst, Sie erhalten eine zusätzliche Sicherheit bei der Bewertung?

So ist es. Zudem können wir feststellen, ob und wie sich Muttermale im Zeitverlauf verändern. Einmal digitalisiert, kann man jede noch so kleine Veränderung durch ein Übereinanderlegen der digitalen Aufnahmen feststellen und bewerten. Gerade für Risikopatienten ist diese Methode von grossem Vorteil.

Gibt es noch weitere Bereiche, in denen der Fotofinder Sie bei der Arbeit unterstützt?

Die gibt es tatsächlich: Ein weiterer wesentlicher Bereich ist die Haardiagnostik. Betroffene Patienten möchten eine objektive Beurteilung der Ursache sowie des Behandlungsverlaufs. Unser Haarexperte Dr. Dendorfer kann hier durch eine mikroskopische Untersuchung der Haarwurzeln in der Regel eine exakte Diagnose stellen. Nun haben wir durch zusätzliche Detailaufnahmen von der Kopfhaut die Möglichkeit, den Zustand der Kopfhaut durch hochspezialisierte Trichologen (Haarexperten) zusätzlich bewerten zu lassen. Durch Vergleichsaufnahmen ist es möglich, dem Patienten den Behandlungsverlauf objektiv vor Augen zu führen.

Wie wirken diese Vorher- Nachher Aufnahmen auf Ihre Patienten?

Das Thema Haarausfall ist verständlicherweise mit Emotionen verbunden. Einen Behandlungserfolg vor Augen geführt zu bekommen, kann hier sehr motivierend wirken. Zudem können wir mit dem Gerät standardisierte Vorher-Nachher-Aufnahmen des Gesichts bei ästhetischen Behandlungen machen. Das macht den Erfolg nach Behandlungen mit Laser, nach kosmetischen Anwendungen oder auch Botox oder Hyaluron noch greifbarer und hilft gemeinsame, individuelle Behandlungsstrategien zu entwerfen.

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Dr. med. Benjamin Miller, Facharzt Dermatologie und Venerologie der DKZ

Dr. med. Benjamin Miller

Dr. med. Benjamin Miller ist Facharzt Dermatologie und Venerologie. Seine Spezialgebiete sind Allgemeine Dermatologie, Phlebologie und Operative Dermatologie.

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