FSIF01968_1000x666_cut

Übermässiges Schwitzen muss nicht sein

Das Thema Schwitzen gewinnt für viele jeweils besonders im Frühling und Sommer an Bedeutung. Schwitzen ist völlig normal und eine notwendige Reaktion unseres Körpers, um ihn vor Überhitzung zu schützen. Übermässig starkes oder häufiges Schwitzen kann für die Betroffenen jedoch unangenehm sein. Schwitzt jemand deutlich stärker als für die Regulierung der Körpertemperatur nötig ist, spricht man von einer sogenannten Hyperhidrose. 

 

Die übermässige Schweissproduktion findet meistens unter den Achseln, an den Händen und oft auch am Kopf und im Gesicht statt. In seltenen Fällen kann auch der ganze Körper betroffen sein. Meistens steckt hinter einer Hyperhidrose keine Krankheit, sondern lediglich eine Fehlfunktion in der Schweissproduktion, bei der übermässig viel Schweiss produziert wird, etwa auch bei geringer körperlicher Anstrengung. In seltenen Fällen kann die Hyperhidrose jedoch ein frühes Symptom einer Grunderkrankung (z.B. Überfunktion der Schilddrüse) sein und benötigt eine medizinische Abklärung.

 

Übermässiges Schwitzen lässt sich gut behandeln

Die Hyperhidrose lässt sich mit den aktuell zur Verfügung stehenden Methoden sehr gut behandeln. Kann eine zugrunde liegende Krankheit oder eine hormonelle Ursache ausgeschlossen werden, konzentriert man sich auf die Bekämpfung der Symptome. Diese sind für viele Betroffene äusserst belastend und können im Alltag und besonders bei der Arbeit stark einschränken. Die richtige Behandlung ist in der Lage, die übermässige Schweissproduktion praktisch zu eliminieren. 

 

Bevor man sich für eine Therapie entscheidet, müssen die möglichen Ursachen der Hyperhidrose, wie z.B. eine Überfunktion der Schilddrüse oder Diabetes, ausgeschlossen werden. Bei besonders unangenehmem Körpergeruch, der bei der Hyperhidrose entstehen kann, sollten auch die zusätzlichen Bakterienbesiedlungen der betroffenen Körperregionen untersucht werden.

Chirurgische Massnahmen sind nur in seltenen Fällen nötig

Je nach Lokalisation und Ausprägung der Hyperhidrose kann man zwischen einer lokalen Behandlung mit medizinischen Deodorants, einer sog. Iontophorese (Anwendung eines schwachen elektrischen Gleichstromes) oder einer Therapie mit Botulinumtoxin (Botox) unterscheiden. Weiter kann eine Behandlung der Schweissdrüsen mit Mikrowellen (MiraDry) in Betracht gezogen werden. In seltenen Fällen sind chirurgische Massnahmen wie z.B. eine Schweissdrüsenabsaugung angezeigt. Betrifft die Hyperhidrose grösseren Körperregionen, wie z.B. den Rücken, ist eine Lokaltherapien schwierig durchführbar, hier können medikamentöse Therapien weiterhelfen. 

Übermässiges Schwitzen muss nicht sein, ein Gang zum Arzt lohnt sich, um Ursachen und Therapiemöglichkeiten abzuklären. Lassen Sie sich beraten und vereinbaren Sie einen Termin: Telefonisch (+41 58 255 00 75) oder online info@dermatologie-klinik.ch

Share on facebook
Share on twitter
Share on email

Diese Themen könnten Sie auch interessieren.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!

* Pflichtfelder
Dr. med. Piotr J. Michel-Dziunycz, Leiter der DKZ

Dr. med. Piotr J. Michel-Dziunycz

Dr. med. Piotr J. Michel-Dziunycz ist Co-Inhaber und ärztlicher Leiter der Dermatologie Klinik Zürich AG (DKZ) und erfahrener Mohs-Chirurg.

Möchten Sie einen Termin buchen?

Folgen Sie uns

Meistgelesene Artikel